“Currywurst mit Pommes …”

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… wird an diesem Abend quasi doppelt serviert. Einmal im Saal des Landgasthauses Herchenbach vom freundlichen Service-Team und einmal auf der Bühne von den Mucher Mimen.

Beides schmeckt an diesem Sommerabend hervorragend. Die 17 Mimen in ihren insgesamt 40 Rollen stellen das pralle Leben an der „Hansibar“ von Penny dar. Penny hat nach 30 Jahren Dienst an der Imbissbude und am Menschen die Nase voll und will am Ende des Jahres aufhören — aber das erzählt sie ihrem liebsten Stammkunden Herbert jetzt schon einige Jahre.

Herbert hat kein richtiges Zuhause, aber immer zu lange Haare, die von Penny bei jedem Ölwechsel alle 3 Wochen geschnitten werden sollen. Sein einziger Besitz ist ein Koffer.

Dann geht es Schlag auf Schlag. Da strandet ein hochnäsiger Arzt mit seiner schwangeren Geliebten auf dem Weg zur Abtreibung nach Holland an der Bude, eine Familie aus Dänemark, deren Papa alles, aber auch wirklich alles filmt, wobei die Erstickungsanfälle seiner Frau auch mal wiederholt werden müssen, weil er sie „nicht ganz drauf hat“. 3 Lehrerinnen sind auf dem Weg in die Toscana zum Trommeln, Malen und dem Seminar: „Wie spricht Frau mit ihren Blumen?“. Es folgt ein Ehepaar aus Holland mit 2 Tokio-Hotel-süchtigen Töchtern, 3 Nonnen und eine Familie aus Sachsen, die alles dabei hat, was man für eine Reise braucht — nur keinen Orientierungssinn.

Jetzt kommt ein Ehepaar an die Bude, in deren heftigem Ehestreit sich der eine oder die andere im Saal wiedererkennen mag. Die „gemimte“ Ehefrau zeigt eine einmalige Reaktion: Als ihr pöbelnder Ehemann zum Klo geht, nutzt sie die Gelegenheit und startet mit dem Auto in einen Urlaub, der diesen Namen dank der Abwesenheit des Ehemannes endlich mal verdient.

2. Akt — 3 Wochen später. Die Menschen haben sich verändert. Dr. Meyer-Leonhart ist wieder auf dem Weg zu einer Abtreibung – allerdings ist die nicht-werdende Mutter neu. Der dänische Reisende hat nicht nur die Frau in Rom zurückgelassen, sondern auch seine wahre Liebe – die Videokamera.

Die Nonnen stellen sich als Raucherin, Kölsch-Trinkerinnen und Sängerin von Schlagern heraus – der per Autostopp in den Süden fahrende Opa aus dem 1. Akt hat nun den von seiner Familie im Heim zurückgelassenen Opa als Spannmann gewonnen und eine Lehrerin hat nicht gelernt, wie man mit Blumen spricht, sondern mit einem jungen Lover umgeht.

Und der zurück gelassene Ehemann wird von einer sichtbar erholten Ehefrau abgeholt und erfährt endlich, warum sie nicht direkt zurück gekommen ist: „Ich habe Dich nicht vermisst“.

Alle Gespräche an der Imbissbude werden von Penny und auch Herbert kommentiert, die am Ende erkennen, dass sie zusammen glücklich werden können und erst mal einen Urlaub in Penelopes Heimat Griechenland planen. Bezahlt wird der von Pennys Lottogewinn oder aber von den 2,5 Millionen Euro, die in Herbert Koffer sind. Woher dieses Geld stammt … das erfahren die Zuschauer an diesem Abend nicht mehr.

Aber vielleicht bei einer Fortsetzung des Stückes ?

In diesem Fall könnten sich die Gäste wieder freuen auf die „alten Hasen“ Gaby Bolenz, Sam Broersma, Jan-Marco Dierks, Jürgen Beuke, Susanne Engelke, Sylvia Bensch, Klaus Bähr, Ulla Klement und Doris Pforr. Und natürlich auf die Debütanten des heutigen Abends, denen mit einem besonders herzlichen Beifall gedankt wird: Siggi Praegel, Udo Thomsen, Birgit Fandel, Roswitha Kruse, Leonie Krakowski, Gisela Hülck, Krista Schmitz und Kilian Schöffmann.

Ein rundherum gelungener Abend für alle Gäste im Saal — dafür ein herzliches Dankeschön nach Much an die Mimen.