Antweiler-Graf Co. …
… kommen nach Eischeid, singen und siegen
auf der ganzen Linie.

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Nachdem Manni Bosse die Band schon bei ihrem letzten Auftritt vor knapp 2 Jahren bereichert hatte, ist die Idealbesetzung jetzt mit Tanja Krämer vollendet. Die junge Musikerin komplettiert die „Kääls“ nicht nur optisch, sondern auch musikalisch, weil sie scheinbar jedes Instrument spielt, dass nicht bei 3-2-1 aus dem Raum ist. Und da ist „en Trööt“ nicht ausgeschlossen, wie sie beim Einzug der Band in den Saal beweist. Da blasen nämlich alle 4 das Intro zu „Scheiss Mondach Morje“ absolut genial auf dem Weg zur Bühne auf sehr unterschiedlichen Blasinstrumenten.

Und auf dieser Bühne spielen sie dann unfassbare 180 Minuten – und in dieser Berechnung ist die Pause noch gar nicht drin. Die Zuschauer bekommen an diesem Abend also quasi 2 Konzerte für den Preis von einem.

Es beginnt mit „Danz“ und „Doch noch immer brennt ming Hätz“, dann erzählt Anti mit dem Lied „Schiff“ die Wandlung der Liebe in den verschiedenen Lebensabschnitten, wobei der Liebe im Frühjahr (Jugend) noch 8 Zeilen gewidmet sind und für die Liebe im Winter (Alter) gerade mal noch 2 Zeilen ausreichen müssen.

Die beiden Komponisten Anti und Martin Graf wechseln sich nicht nur mit der Präsentation ihrer Lieder ab, sondern auch in den Genres, wobei Martin einen deutlichen Hang zu Balladen hat.

Highlights sind wie immer die Frozzeleien zwischen den beiden Frontmännern und die Ansagen. Zum Beispiel, wenn Anti vor einem Lied erklärt, dass sie früher in Bonn immer „fridachs un samsdachs en de Weetschaff jejange sin, nur sunndachs nit – weil – do wore mer noch do.“

Dafür lieben die Fans ihren Anti Antweiler und ihren Martin Graf und fordern im Lauf des Abends immer lautstärker die Klassiker wie „Oma“, „Tütte“, „Weihbischof“. „Leeve Pitter“, „Tangodänzer Eduard“ und natürlich „Spöhl für mich“. Die Wünsche werden selbstverständlich erhört.

Und ohne „Scheiß Mondach Morje“ lassen die Fans die 4 sowieso nicht von der Bühne – auch nicht die rd. 50 Menschen, die zum ersten Mal bei einem Konzert der Fab Four sind und den Saal als glühende Fans den Saal verlassen.

Mit Vorfreude auf das nächste Konzert und mit der aktuellen CD in der Hand – „ für öm die Leeder noch ens ze hüüre“.

Ein dickes Dankeschön an Tanja Krämer, Manni Bosse, Martin Graf und Anti Antweiler für einen langen wunderbaren Musikabend im Landgasthaus Herchenbach.